LaTEX unter Fedora/Ubuntu

Wer professionelle Dokumente erstellen will (oder muss), kommt nicht um LaTEX herum. So wurde auch ich erstmals in der Uni mit diesem Textsatzsystem konfrontiert und nachdem ich erst einmal begriffen hatte, was der Unterschied zwischen einem Schreibprogramm wie Word und einem Textsatzsystem wie LaTEX ist, konnte der Spaß beginnen… und die Lernkurve ist ziemlich steil, wenn man sich darauf einlässt. Inzwischen schreibe ich alle längeren Texte mit LaTEX – unter anderem auch meine Bücher – und ich möchte es auf keinen Fall mehr missen!

In modernen Linux-Distributionen ist zu diesem Zweck die TEXlive-Distribution enthalten, welche prinzipiell nichts anderes ist als eine Zusammenstellung aller zum Start notwendigen Pakete. Dies können mitunter ziemlich viele Pakete sein, aber die Paketmanager nehmen uns Nutzern zum Glück die gesamte Arbeit ab. Unter Ubuntu erreichen Sie die Installation eines vollumfänglichen TEXlive durch den Befehl

sudo apt-get install texlive-full

und Sie können sofort loslegen. Bei Fedora müssen Sie die deutschen Sprachpakete und das meistens im europäischen Raum verwendeten A4-Format einzeln installieren. Dazu geben Sie im Terminal den folgenden Befehl in einer Zeile fortlaufend ein (hier unter Fedora 22):

sudo dnf install texlive.x86_64 texlive-collection-langgerman.noarch texlive-german.noarch texlive-a4wide.noarch

Im Netz finden Sie viele Einführungen in die Verwendung von LaTEX. Käufer meines Ubuntu-Buchs finden in Kapitel 12.5 eine kleine Abhandlung zu diesem Thema. Wer im Netz sucht, sollte aber nicht (auch nicht aus Versehen) die Bildersuche von Google verwenden, die Ergebnisse für den Suchbegriff „LaTEX“ könnten etwas verstörend wirken 😉