Deutsche Sprachpakete in Ubuntu und Fedora

Der deutschsprachige Nutzer wird wahrscheinlich bereits während der Installation angegeben haben, dass der das System ganz gerne in der eigenen Sprache nutzen möchte. Umso größer ist dann beim Start des Systems die Ernüchterung, denn manche Bestandteile des Systems sind immer noch in englischer Sprache…

Warum ist dies so? Ganz einfach: Die meisten Linux-Distributionen können Sie kostenlos herunterladen. Diese Art der Software-Verteilung hat eine lange Tradition und funktioniert in der heutigen Zeit problemlos. Allerdings bringt es einige Besonderheiten mit sich:

  • Die Datei, die Sie sich herunterladen und zur Installation verwenden (meistens ein sogenanntes ISO-Abbild), darf nicht beliebig groß sein. Aus diesem Grund stellen die Entwickler einer Distribution eine Auswahl von (ihrer Meinung nach) unabdingbaren Komponenten zusammen, damit Sie ein lauffähiges System erhalten. Wenn Sie als Anwender Sonderwünsche haben, laden Sie sich weitere Software einfach schnell selbst herunter.
  • Die erste Bedingung erfordert dennoch relativ schnelle Internetanschlüsse, was leider immer noch nicht überall gegeben ist. Aus diesem Grund wägen die Entwickler sehr sorgfältig ab, welche Bestandteile in der Installationsdatei enthalten sein sollen. Dennoch haben heutige Distributionen wie Fedora oder Ubuntu typischerweise einen Umfang von ca. 1-1,2 GB.
  • Die IT-Welt ist heutzutage englischsprachig und so ist es dementsprechend logisch, dass die meisten Distributionen standardmäßig in englischer Sprache verfügbar sind. Durch die Installation von Sprachpaketen können Sie Ihr System aber schnell „eindeutschen“.

Ubuntu macht Ihnen die Installation der deutschen Sprachpakete sehr einfach, indem es sich die bei der Installation gewählte Sprache merkt und nach dem ersten Starten einen Dialog einblendet, der Ihnen das herunterladen der fehlenden Sprachpakete anbietet.

Fedora (hier Version „22 Workstation“) hat diese Funktion leider nicht und so müssen Sie teilweise selber Hand anlegen. Hierbei ist allerdings lobenswert zu erwähnen, dass die Standard-GNOME-Programme nach der Installation bereits komplett in der richtigen (deutschen) Sprache zur Verfügung stehen.

Anders sieht dies für  LibreOffice aus; um Ihr Office ebenfalls in deutscher Sprache verwenden zu können, geben Sie in einem Terminal folgenden Befehl ein:

sudo dnf install libreoffice-langpack-de

Hierbei wird auch das deutsche Wörterbuch installiert, um beispielsweide die Rechtschreibkorrektur zu nutzen.